Restaurant02
Zum-Goldenen-Loewen
Biergarten

“Der „Goldene Löwe“ in Klötze

Einiges aus der Geschichte des gastlichen Hauses

Bereits im Jahr 1848 wird das Wirtshaus „Zum goldenen Löwen“ an der Breitenstraße in Klötze erwähnt. In einer Niederschrift zur sogenannten „Revolution in Cloetze“ im Sommer des Jahres 1848 heißt es, dass sich der Bürgermeister Soerger im damaligen Grohmannschen Gasthaus „Zum goldenen Löwen“ aufhielt. Spätere Besitzer des wohl kurz nach der Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert hin erbauten Hauses waren ein Adolf Gerding, sein Monogramm befindet sich noch heute über der Hofeinfahrt, und ein Gastwirt Rasch. Vermutlich zur Zeit von Gerding wurde der massive Hausanbau zum Nachbargrundstück Nr. 71 hin vorgenommen, wobei es bis um 1914 einen kleinen Saal im oberen Stockwerk dieses Anbaus gab, der über eine Eisentreppe vom Hof her zu erreichen war.                                                                              Anfang Mai 1901 erwerben Fritz und Marie Homeier den „Goldenen Löwen“ und machen in der Folgezeit hieraus eine der beliebtesten und weitbekanntesten gastronomischen und gastlichen Stätte. Zum 25jährigen Geschäftsjubiläum schrieb das „Klötzer Wochenblatt“ am 4. Mai 1926 vom „guten Ruf des Goldenen Löwen“, der vorzüglichen Küche und der wohltuenden Gastlichkeit des Hauses!“Kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 wird der große neue Saal fertig. Es war ein hochgewölbter weiträumiger Bau mit breiten Glasfenstern und Glastüren zur Gartenterrasse hin. Weiter gab es eine breite Bühne mit Umkleideräumen und anfänglich eine Empore über dem Eingangsbereich mit Blick zur Bühne hin.                      Die ersten „Gäste“ auf dem neuen Saal waren bald darauf russische Kriegsgefangene, die hier längere Zeit untergebracht waren. Ein großer Bühnenumbau erfolgte im Jahr 1925, wonach dann bis zu 20 verschiedene Kulissenänderungen möglich waren. Viele schöne Tanzveranstaltungen und anspruchsvolle Festbälle der Klötzer und auswärtigen Vereine sowie Großveranstaltungen der verschiedensten Art fanden im Saal statt, der nach 1945 noch einige Jahre als „Kultursaal“ des Rates der Stadt Klötze genutzt wurde.                                                                                                                              Nach Fritz und Marie Homeier waren bis nach 1945 Sohn Fritz und Else Homeier Inhaber des „Goldenen Löwen“. Im Jahr 1968 kam es aufgrund widriger Zeitumstände zum Abbruch des großen Saales. Im September 1970 konnten Fritz und Gerlinde Homeier als dritte Generation den „Goldenen Löwen“ wieder in Privatbesitz übernehmen, nachdem die „HO“ hier eine Gaststätte einige Zeit betrieben hatte. Heute kann man mit Fug und Recht sagen: „Zum goldenen Löwen“ – ein Restaurant, das hält, was es verspricht.

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